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Hamam-Grundlagen

Was ist ein türkisches Bad?

Ein türkisches Bad ist keine Sauna unter anderem Namen. Es ist ein Baderitual aus vier Zutaten – Wärme, Wasser, Peeling und Schaum –, und wer diese vier kennt, versteht den Rest von selbst.

Aktualisiert

Kurz gesagt

Ein Hamam – auf Deutsch türkisches Bad – ist ein Badehaus voller feuchter Wärme: Man wärmt sich durch, wird vom Personal mit einem rauen Handschuh namens Kese abgerieben, in Seifenschaum gewaschen und abgespült. Die Sauna bietet heiße, trockene Luft, das Dampfbad gesättigten Dampf – gewaschen werden Sie aber in keinem der beiden; erst Kese und Schaum machen ein Hamam zum Hamam. Zu vielen Hamam-Besuchen gehört auch eine Massage – so auch zu unserem Programm in Alanya.

Zwei Gäste sitzen auf dem Marmorboden eines überkuppelten Hamams, dahinter Becken in Rundbogennischen
Die Fotos zeigen das Hamam-Erlebnis. In welches Hamam Sie kommen, richtet sich nach der Gegend Ihres Hotels – Ihr Hamam kann also anders aussehen.

Wärme, Wasser und Marmor

Ein Hamam ist ein Raum, der zum Waschen gebaut wurde. Er ist eher warm und feucht als glühend heiß und meist mit Marmor ausgekleidet: in der Mitte eine beheizte Steinplatte zum Liegen, an den Wänden Becken mit fließendem Wasser, das man mit einer Metallschale über sich gießt.

Die Wärme hat eine Aufgabe. Sie entspannt und bereitet Sie auf das vor, was folgt – Peeling und Schaum. Deshalb beginnt ein Besuch immer mit der Wärme und nie mit dem Peeling.

Zwei Dinge, die es nur im Hamam gibt

Kese heißt ein grober Handschuh – und ebenso das Peeling, das man damit macht: Sobald Sie warm sind, reibt das Personal Ihre Haut damit kräftig ab. Danach kommt der Schaum, auf Türkisch Köpük: eine dicke Lage Seifenschaum, die über Sie gebreitet und mit den Händen verstrichen wird.

Kese und Schaum sind es, die ein Hamam von einem Raum unterscheiden, der bloß heiß ist. Mehr über das Kese-Peeling · Mehr zur Schaummassage.

Ein Ort zum Waschen – und zum Beisammensein

Gemeinsam zu baden ist in diesem Teil der Welt ein alter Brauch, und unter den Osmanen gehörte das Hamam zum gesellschaftlichen Alltag: Man ging hin, um sich wärmen, abreiben und waschen zu lassen – und um sich zu treffen. Man kam ebenso der Gesellschaft wegen wie zum Waschen.

Traditionelle Hamams haben getrennte Bereiche, und die Gäste behalten ihre Badebekleidung an und tragen darüber einen Peştemal – das dünne Tuch, das genauso zum Hamam gehört wie der Marmor.

Hamam, Sauna und Dampfbad im Vergleich

Türkisches Bad (Hamam)SaunaDampfbad
Die Luft Warm und feuchtHeiß und trockenWarm und mit Dampf gesättigt
Was passiert Aufwärmen, Kese-Peeling, Schaumwaschung, AbspülenSie sitzen in der HitzeSie sitzen im Dampf
Werden Sie betreut? Ja – das Personal übernimmt Kese und SchaumNeinNein
Was Sie tragen Badebekleidung, darüber ein PeştemalUnterschiedlichUnterschiedlich

Ein türkisches Bad in Alanya, so wie wir es buchen

Unser Basisprogramm bietet das klassische Hamam komplett: Dampfbad und Sauna, Kese-Peeling, Schaummassage (Köpük) und eine Massage mit aromatischem Öl von rund 20 Minuten, dazu den Hoteltransfer hin und zurück. Programm und Preis ansehen.

Fragen

Ist ein Hamam nur eine andere Art Sauna?
Nein. In der Sauna gibt es nur trockene Hitze. Ein türkisches Bad ist warm und feucht, und dort werden Sie gewaschen – für das Kese-Peeling und den Schaum gibt es in der Sauna keine Entsprechung.
Ist man im türkischen Bad nackt?
Nein. Die Gäste tragen die ganze Zeit Badebekleidung, und das Hamam stellt einen Peştemal zum Umbinden.
Wie heißt ein Hamam auf Deutsch?
Türkisches Bad. „Hamam“ (auch Hammam geschrieben) ist das türkische Wort; beide Begriffe meinen dasselbe.

23 €

pro Erwachsenen · Transfer inklusive

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